In der einfachsten Definition ist ein Trauma eine stressvolle Erfahrung oder sich wiederholende stressvolle Ereignisse, die das eigene System in dem Moment nicht mehr verarbeiten kann. Diese Erfahrungen werden von Gehirn, Körper und Energiesystem abgespeichert und beeinflussen die sonst natürlich ablaufenden Prozesse der Informationsverarbeitung auf grob- und feinstofflicher Ebene. Traumen hinterlassen somit immer eine Spur im Inneren des Menschen, ob nun bewusst oder unbewusst.
Dadurch entstehen sowohl innerhalb der Ich-Persönlichkeit als auch zwischen der Ich-Persönlichkeit und dem feinstofflichen Selbst sogenannte Splits (Abspaltung/Trennung), die zu unterschiedlichen mentalen, emotionalen und körperlichen Symptomen sowie energetischen Blockaden führen und das Leben erschweren können. Alle ungelösten Traumen führen i.d.R. dazu, dass sich der Mensch nicht als vollständig, liebenswert, friedvoll, frei, verbunden oder freudvoll erleben kann.
Hinweis: Jeder Mensch besitzt neben seiner Ich-Persönlichkeit (Persönlichkeit, Gehirn, Körper, Gene, Konditionierung, Sozialisation) auch ein feinstoffliches Selbst (Wesen, Energiekörper, Energiesignatur, höheres Selbst, Seele).
Arten von Traumata
Nicht nur Krieg, Naturkatastrophen, Unfälle und körperliche Gewalterfahrungen können das eigene System schwer erschüttern. Auch psychischer Missbrauch kann traumatisieren. Dazu gehören u.a. emotionale Vernachlässigung, subtile Manipulation, Kontrolle oder das Erleben einer unsicheren Bindung. In diesen Beziehungen lernt das Kind, dass es nicht wichtig ist, es nicht in Ordnung ist Gefühle und Bedürfnisse zu zeigen oder Grenzen zu setzen bzw. diese überhaupt wahrzunehmen. Es fehlt die emotionale Spiegelung des Gegenübers und ein emotional und energetisch stabiler Kontakt zur Bezugsperson. Dadurch können sich Sicherheit, Vertrauen und ein gesundes Selbstbewusstsein nicht oder nur schwer entwickeln.
Bindungstraumen sind übrigens eines der häufigsten Traumata, die beinahe jeder Mensch erlebt hat. Nicht ohne Grund ist es für viele Menschen so herausfordernd lebendige, verbundene und doch freie Bindungen zu erleben.
Auch Stigmatisierung, Ausgrenzung und Mobbing sind psychisch sehr belastend, weil man sich nicht als dazugehörig erlebt. Ebenso die Momente, in denen man von seinen engsten Bezugspersonen nicht die volle Präsenz erfahren hat. Diese können zu körperlichen Stressreaktionen führen, wie Forschungen im Bereich der Körpertherapie gezeigt haben. Nicht ohne Grund wird die pure Präsenz eines anderen Menschen als so heilsam erlebt, indem ein Mensch einem anderen Raum gibt, da ist und zuhört, ohne eine „mentale Agenda“ zu haben, wie der andere reagieren oder sein sollte und den anderen wirklich sieht wie er ist.
Des Weiteren werden Traumata auch darin unterschieden, ob sie einmalig oder wiederholt geschehen, ob sie vorgeburtlich oder bei der Gerburt entstanden sind oder ob man sie als Erwachsener oder in der frühen Kindheit erlebt hat. Hier spricht man auch von Entwicklungstraumata. Wie das Wort schon sagt, wird die Entwicklung eines Kindes durch wiederkehrende stressvolle Erfahrungen – selbst unscheinbare – negativ beeinflusst.
Ferner können Traumata ihre Ursache auch in einem früheren Leben haben – diese werden bisweilen auch als karmische Traumen bezeichnet. Diese werden von der Psychologie leider noch zu oft negiert und in ihrer Auswirkung verkannt, wenn sie ungelöst bleiben.
Last but not least, gibt es Traumata, die man von Eltern und/oder Vorfahren übernommen hat – die sogenannten transgenerationalen Traumen. Oft kommen Eltern, ihre erwachsenen Kinder oder die gesamte Familien zu uns, die diese Themen noch gar nicht im Bewusstsein haben und daher nicht verstehen, warum es in ihrer Familie, zwischen Geschwistern oder in ihrer Ehe kriselt. Andere wiederum meinen das Problem liege ausschließlich bei ihren Kindern, übersehen aber ihren eigenen Anteil, den ihre Kinder übernommen haben und nun für sie ausagieren.
Wenn du von realen Beispielen aus unserem Praxisalltag lesen möchtest, findest du diese am Ende des Beitrags.
Reaktionen auf Traumata
Jeder Mensch reagiert anders auf stressvolle Situationen und Ereignisse, was u.a. anhand der Erforschung von eineiigen Zwillingen und Kriegsveteranen bewiesen worden ist. Ob ein Mensch also eine posttraumatische Belastungsstörung wie z.B. Flashbacks, Alpträume oder Ängste entwickelt, Süchte, psychosomatische bzw. körperliche Symptome oder aber nichts von alledem, ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab. U.a. davon, wie derjenige Informationen wahrnimmt, verarbeitet und speichert. Welche genetischen Prädispositionen vorliegen (die jedoch veränderbar sind, wie Forschungen im Bereich Epigenetik und Energetik zeigen), wie das soziale Umfeld darauf reagiert, wie die Erfahrungen selbst bewertet werden und welche emotionale Unterstützung erfahren wird.
Neurodiversität und Traumata
Wenn Menschen nicht dem gesellschaftlich akzeptierten Bild entsprechen, werden sie oftmals in eine gesonderte Schublade gesteckt. Auch wird teilweise immer noch behauptet, dass neurodiverse Menschen grundsätzlich krank oder traumatisiert sind. Diese Sichtweise ist problematisch, denn man sagt einem Vogel ja auch nicht, er soll ein Fisch sein.
Vielmehr gibt und gab es schon immer Menschen in der Geschichte, die die Welt anders gesehen und anders darauf reagiert haben. Was sie einem außerordentlich reizoffenen und differenzierten Nervensystem zu verdanken haben. Und ob nun neurotypisch oder neurodivers – jeder Mensch nimmt die Welt ohnehin auf seine ganz eigene und persönliche Art wahr😉.
Zudem sind heute viele Behauptungen wissenschaftlich widerlegt. Auch deshalb sind keine Schubladen für neurodiverse Eigenschaften wie Hochbegabung, Hochsensibilität und Synästhesie mehr nötig. Wir sind sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch andere neurodiverse Veranlagungen als solche anerkannt werden.
Wenn ein neurodiverser Mensch unter eine Traumatisierung leidet und sich Folgeerkrankungen entwickelt haben, dann ist das nicht mit einer genetischen Veranlagung zu verwechseln, sondern auf einem gesonderten Blatt zu betrachten.
Abgesehen davon, trägt im Grunde jeder Mensch irgendeine Art von Trauma in sich, ob nun bewusst oder unbewusst, selbst erlebt, übernommen oder aus einem früheren Leben mitgebracht.
Umgang mit Traumata
Was aus unserer Sicht bei der Aufarbeitung eines jeden Traumas elementar ist, vor allem wenn man wirklich heilen und mit der Vergangenheit Frieden finden möchte, dass man irgendwann aufhört nach einem Schuldigen zu suchen, auch wenn der Mensch, der einen verletzt hat, sich falsch und völlig daneben verhalten hat. Denn das hält die Wunde und damit das Trauma am Leben und verhindert Heilung.
Denn all das negativ Erlebte ist veränderbar, wenn der Mensch das aus tiefstem Herzen möchte. Dazu darf er sich auf den Weg machen und seine eigene Metamorphose durchlaufen – wie eine Raupe, die sich zum Schmetterling entwickelt. „Scheitern“ kann es eigentlich nur, wenn der Mensch sich dagegen entscheidet oder glaubt, dass ein anderer diesen Weg für ihn gehen kann/müsste.
Wenn man also etwas für sich und seine Nachkommen tun will, dann ist eine liebevolle Annahme und Aufarbeitung der eigenen Traumata bzw. Integration der Splits wichtig. Das bedeutet, dass man nicht nur die eigene Lebensqualität verbessert, sondern auch das Leben seiner Nachkommen positiv beeinflusst, indem man die verarbeiteten Traumen nicht mehr an die nächsten Generationen weitergeben kann. Auch das ist wissenschaftlich erwiesen.
Methoden gibt es zahlreiche. Welche am besten für einen geeignet sind, muss jeder für sich selbst herausfinden. Wesentliche Punkte, auf die man bei der Auswahl eines Practitioners achten kann, sind: Die Energie des Practitioners, dessen Präsenz und Erfahrung, dessen Mitgefühl und Verständnis, die „Chemie“ zwischen Practitioner und Klient sowie das eigene Gefühl, dort am richtigen Platz zu sein.
Reale Beispiele aus unserem Praxisalltag*
1. Wir hatten eine Klientin, die unter Herzrhythmusstörungen litt und dazu bereits diverse Experten konsultiert hatte, jedoch ohne Erfolg, da weder organische noch psychische Ursachen festgestellt werden konnten. In der Zusammenarbeit mit ihr erzählte sie uns, dass ihr Opa ebenfalls an Herzrhythmusstörungen gelitten hatte und ihre Symptome direkt nach seinem Tod begannen. Da war die Verbindung klar (u.a. transgenerationales Thema). Durch mehrere Energiesitzungen konnte die Symptomatik vollständig gelöst werden.
2. In einer anderen Session kam eine Klientin zu uns, die seit einigen Jahren offene Stellen an Händen und Füßen hatte. Sie war sehr verzweifelt und hatte diverse Konsultationen bei klassischen Medizinern, Psychologen und Naturheilkundlern hinter sich. Manchmal wurden die Stellen etwas besser, doch letztlich kehrte immer wieder der alte Zustand zurück. Nachdem ein Seelenreading gemacht wurde, konnte das ursächliche Thema erkannt und energetisch gelöst werden. Sie hatte in einer früheren Inkarnation Verbrennungen erlitten (karmisches Trauma). Peu á peu fingen die Stellen an zu heilen.
3. Eine Klientin suchte uns mit starken Migräneattacken mit Aura auf, unter der sie seit ihrer Pubertät litt. Auch sie hatte bereits alles im Rahmen des Möglichen getan, um Heilung zu erfahren. Nachdem sie starke Schmerzmittel verschrieben bekommen hatte, die anfangs gut wirkten, bekam sie schließlich heftige Nebenwirkungen. Sie wollte die Tabletten daraufhin nicht mehr einnehmen und begann nach alternativen Methoden zu suchen. Doch auch hier blieben die Erfolge aus. In der Zusammenarbeit mit ihr war schnell klar, dass neben dem transgenerationalen Thema auch eine genetische Komponente mit einer Rolle spielte. Denn sowohl ihre Mutter als auch deren Mutter hatten ebenfalls unter starken Migräneattacken mit Aura gelitten. Nach mehreren Energiesitzungen konnten die Symptome auf ein Minimum reduziert werden.
4. Ein weiterer Klient kam mit diversen Ängsten zu uns, die seinen Alltag massiv beeinflussten. Er war seit mehreren Jahren in psychotherapeutischer/psychiatrischer Behandlung. Zudem hatte ihm sein Arzt ein starkes Psychopharmaka verschrieben. Die Wirkungen zeigte sich insofern, dass seine Ängste vermindert auftraten, er jedoch unter einigen der angegebenen Nebenwirkungen litt. In der Zusammenarbeit mit uns, welche er mit seinem behandelnden Arzt abgesprochen und dieser zugestimmt hatte, konnte durch die energetische Arbeit nicht nur eine Reduktion und schließliche Absetzung des Medikaments erwirkt werden, sondern auch eine dauerhafte Minderung seiner Angstzustände.
5. Ein anderer Klient, Mitte zwanzig, bekam bei Kälte am ganzen Körper Ekzeme. Auch er hatte bereits einen Ärzte- und Therapeutenmarathon hinter sich, aber nur mit geringem Erfolg. Ihm wurde ein Antihistaminikum verschrieben, was anfänglich wirkte, aber mit der Zeit an Wirksamkeit verlor. In der Zusammenarbeit mit ihm stellte sich heraus, dass seine bereits verstorbene Oma auf der Flucht von Ostpreußen nach Deutschland gravierende Erfrierungen und ebenfalls diese Art von Ekzemen erlitten hatte (transgenerationales Trauma ggf. mit genetischer Komponente). Über das Trauma, welches seine Oma erlebt hatte, wurde in der Familie nie offen gesprochen. Nachdem der Klient seine Mutter dazu befragte, bejahte sie die Geschichte ihrer Mutter. Nach mehreren Energiesitzungen konnten die Ekzeme deutlich reduziert werden.
* Geschlecht, Alter und die Geschichte sind leicht abgeändert, um die Anonymität zu wahren.





