Ob man an eine sehr stressvolle Situation denkt oder sich tatsächlich in einer real bedrohlichen Situation befindet – Körper und Gehirn werden immer auf dieselbe Art reagieren, indem sie in den Überlebensmodus schalten (fight, flight, freeze or faint). In solchen Momenten wird der Sympathikus als Teil des vegetativen Nervensystems aktiviert und eine Reihe von Prozessen ausgelöst, die einen dazu befähigen sich vor Gefahr zu schützen. Es werden Stresshormone wie z.B. Noradrenalin und Adrenalin ausgeschüttet, der Herzschlag und die Atmung werden schneller, Muskeln spannen sich an und Verdauungs- sowie Stoffwechselprozesse fahren runter.
Prinzipiell eine gute Anlage der Natur. Doch da das vegetative bzw. autonome Nervensystem nicht unterscheiden kann, ob es sich um eine aktuell bedrohliche oder eine längst vergangene Stresssituation handelt, ist das für ein oft bereits überstrapaziertes Nervensystem nicht gerade förderlich.
Das kannst du tun, um dein Nervensystem zu beruhigen
Neben all den Tools und Techniken, die du vielleicht schon kennst, gibt es eine ganz simple und wirkungsvolle „Methode“, die du anwenden kannst.
Ob in sehr stressigen Situationen, nach einem Streit oder auch in Momenten der Ruhe, bitte jemanden, den du magst/liebst und dem du vertraust dich zu umarmen und sanft über deinen Rücken zu streicheln. Versuche dich ganz fallen zu lassen und dem hinzugeben. Du wirst schnell spüren wie deine Anspannung weicht und dein gesamtes System runterfährt. Dabei werden nicht nur Stress und Ängste abgebaut, sondern auch dein Immunsystem aktiviert, Schmerzempfindungen reduziert und deine emotionale Bindung gestärkt. Auch deshalb wird das Hormon Oxytocin, welches hier ausgeschüttet wird, oft als Bindungshormon bezeichnet.
Fühlen wir uns sicher und wohl, können wir viel leichter entspannen und loslassen.
Wenn das anfangs nicht so leicht sein sollte, gehe noch achtsamer vor und frage, was für den anderen ok ist und was nicht. Manchmal können Berührungen unangenehm sein, wenn Verletzungen auf perönlicher und/oder seelischer Ebene noch nicht verheilt sind oder man aufgrund von ständiger Reizüberflutung einfach „dicht gemacht“ hat.
Wenn eine stressige oder bedrohliche Situation vorbei ist bzw. die Erinnerung daran abgeebbt ist, übernimmt der Parasympathikus das Zepter und leitet die Erholungsphase ein. Es werden Hormone wie z.B. Acetylcholin, Dopamin und Serotonin ausgeschüttet, die zur Regeneration und Entspannung beitragen. Herzschlag und Atmung normalisieren sich, Muskeln entspannen sich und Verdauungs- sowie Stoffwechselprozesse werden wieder angekurbelt.
Zusätzlicher Benefit
Wenn du bewusst vom Haaransatz bis zum Gesäß über den gesamten Rücken streichst, kannst du dabei gleichzeitig alte Energien ablösen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von TrustIndex. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.