DU ZÄHLST – DU BIST WICHTIG – DU BIST ES WERT | Piegsda - Coaching | Seminare | Vorträge

DU ZÄHLST – DU BIST WICHTIG – DU BIST ES WERT

DU ZÄHLST – DU BIST WICHTIG – DU BIST ES WERT

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Wenn Du wie ich seit Kindheitstagen die Erfahrungen machen musstest ausgegrenzt, stigmatisiert, verurteilt, gemobbt, belächelt und klein gemacht zu werden, weißt Du wie wichtig Menschen sind, die hinter Dir stehen, Dir zeigen, dass sie Dich lieben und Du in Ordnung bist so wie Du bist. Das können Bezugspersonen wie Eltern, Oma, Opa, Bekannte, Verwandte, Freunde oder auch Lehrer sein.

Kinder sind leicht zu beeinflussen, sie glauben das was Autoritätspersonen und Menschen, die ihnen nahe stehen sagen. Machen sie viele negative Erfahrungen und werden negativ gespiegelt, werden aus Glaubensvorstellungen mit der Zeit Überzeugungen. Ganz schnell wird aus einem aufgeweckten und lebenslustigen Kind, ein stilles und in sich gekehrtes. Sukzessive mutiert es zum langweiligen Außenseiter. Sein Selbstwertgefühl nimmt ab und es zieht sich aus purer Hilflosigkeit in seine eigene sich selbst erschaffende Realität zurück, in welcher es scheinbar kein Zugehörigkeitsgefühl mehr hat. Auch wenn sich das Kind dessen nicht bewusst ist, strahlt es nun Schwäche aus*. Das ist eine der möglichen  Entwicklungen. Ein „gefundenes Fressen“ für den Täter, der sich unbewusst von einer Opfermentalität angezogen fühlt und das Gegenüber dann bei jeder Gelegenheit niedermacht. Was das im Einzelnen mit der Psyche und gesamten Entwicklung eines Kindes macht, kann man sich sicherlich vorstellen. Am Beispiel Mobbing möchte ich diese Rollenverteilung kurz aufzeigen. Das Mobbingopfer z.B. ein Schulkind, das ein Außenseiter ist, wird von seinem Täter, einem Mitschüler gemobbt, indem er es bei jeder Gelegenheit schlecht macht, belächelt, klein redet usw. Die anderen Mitschüler die nicht eingreifen oder sich anschließen, machen sich mitschuldig und sind Mit-Täter. Dazu zählt in der heutigen Zeit natürlich auch das immer präsenter werdende Thema Cybermobbing. Sogar in unseren Kindergärten finden solche Dynamiken bereits statt und sind zu einem „normalen Problem“ in unsere Gesellschaft geworden.

Derjenige der einen anderen Menschen mobbt, tut das um sich besser zu fühlen, indem es ihm ein Gefühl von Stärke und Überlegenheit gibt. Es ist eine Strategie die er gelernt hat um zu „überleben“, damit er sich nicht mit dem eigenen  Minderwertigkeitskomplex und negativen Selbstbild auseinandersetzen muss. Auch fehlt es dem Täter oft an Mitgefühl und Empathie. Gewissermaßen ist auch er ein Opfer, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er Ähnliches zu Hause erlebt hat. Jedoch richtet er seinen inneren Schmerz in Form von Aggression und Wut gegen einen anderen Menschen. Das Mobbing-Opfer richtet seinen Schmerz in Form von Scham, Schuld und Wut gegen sich selbst. Die Mit-Täter, die nur beobachten oder aktiv mitbobben haben ebenfalls keine Strategie gelernt wie sie für sich und andere einstehen können. Sie schließen sich lieber dem Täter an, da auch sie ein schwaches Selbstwertgefühl haben und froh sind nicht an der Stelle des Opfers zu sein. Obwohl sie teilweise sogar Gewissensbisse haben. Alle Strategien gehen auf unbewusste Muster, wie Glaubenssätze und Strategien aus der eigenen Kindheit zurück, die einen Mangel an gesundem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein darstellen. Kurz: Ein Mensch der weiß was in Ordnung ist und was nicht (selbst Kinder wissen das schon), mit sich im Kontakt steht und sich seiner selbst bewusst ist (nichts anderes bedeutet Selbst-Bewusstsein im grundlegendsten Sinne) hat absolut keinen Grund einen anderen zu schädigen oder sich einem Täter anzuschließen.

Wie kann dieser Teufelskreis durchbrochen werden?

Es fängt bereits bei den Eltern, Bezugspersonen und allen Erwachsenen an, die als Autoritätspersonen fungieren. Du darfst dich selbst einmal fragen, welche Glaubenssätze und Muster Du von Deinen Eltern übernommen und welche Strategien Du erlernt hast, um Dich besser zu fühlen. Wie ist es um Dein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bestellt? Hast Du bedingungslose Zuneigung und Liebe erfahren? Was von Deinen Erfahrungen hast Du an Deine Kinder weitergegeben? Wie zeigst Du Deinen Kindern, dass Du sie wertschätzt und liebst? Welche Werte hast Du Deinen Kindern vermittelt? Wie hast Du Deine Kinder im Umgang mit ihren Mitmenschen erzogen, vor allem wenn sie aus der Masse herausstechen?

Wir alle geben Denk- und Verhaltensweisen weiter, die wir als Kinder erlernten und immer wieder erfahren haben. Diese ersten Beziehungserfahrungen prägen und gestalten unsere Realität, indem wir glauben, dass Beziehungen so funktionieren, auch wenn sie schmerzhaft und dysfunktional sind. Es liegt in unserer Verantwortung diese Realität zu hinterfragen, spätestens dann, wenn wir selbst in einer Krise stecken. Erst dann können wir die Schritte unternehmen, um unsere eigenen Wunden zu heilen und diesen ewigen Kreislauf an zerstörerischen Mustern zu durchbrechen.

Wirkliche Veränderung ist möglich. Sie beginnt immer bei uns selbst. Dann erfahren wir, dass das Leben soviel mehr zu bieten hat und wir nicht Opfer unserer Umstände, sondern Schöpfer unserer eigenen Realität sind.

                                                                          –  DU ZÄHLST – 

                                                                    –  DU BIST WICHTIG  –

                                                                    –  DU BIST ES WERT  –

* Epigenetischen Forschungen zugrundeliegend weiß man, dass Informationen von Generation zu Generation (z.B. Verhalten, Krankheiten etc.) weitervererbt werden. Diese Informationen müssen aber nicht zwangsläufig aktiv werden. Sind die äußeren Umstände jedoch ungünstig, können diese Informationen (wie Krankheiten und ungünstige Verhaltensweisen) aktiviert werden.

 

 

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